Kiosk of Young Voices

Zum Projekt

Der Kiosk of Young Voices ist ein mobiles urbanes Praxisformat, das im Rahmen des Forschungsprojekts The Esch Clinics entwickelt wurde. Die Projektgruppe schafft gemeinsam mit Jugendlichen des Centre Formida einen Kiosk aus Recyclingmaterialien als Ort für Begegnung, Demokratiebildung und Aneignung des öffentlichen Raums. Mithilfe kreativer Methoden und künstlerischer Interventionen erkunden die Teilnehmenden ihr Stadtviertel. Sie setzen sich damit auseinander, wie Kinder und Jugendliche öffentliche Räume wahrnehmen und sich aneignen können.

Ablauf

  • Entwicklung des Projekts durch Forschende der Universität Luxemburg gemeinsam mit dem Centre Formida und weiteren Partnern.
  • Bau eines mobilen Kiosks aus Recyclingmaterialien mit Jugendlichen des Centre Formida als Teil ihres Bildungsprogramms.
  • Erkundung des Stadtviertels Brill, bei der Jugendliche Orte dokumentieren, die sie gern oder ungern nutzen.
  • Durchführung kreativer Workshops mit einer Schulklasse der Grundschule Brill. Die Kinder erkunden den Stadtteil mit allen Sinnen, entwickeln Zukunftsideen und eignen sich den öffentlichen Raum an.
  • Aneignung des öffentlichen Raums durch gemeinsame Spaziergänge, Paraden und Aktionen rund um den Kiosk.
  • Nutzung des Kiosks als Treffpunkt für Gespräche mit Anwohner:innen sowie zur Sammlung von Perspektiven auf das Viertel.

Chancen

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche

  • Den öffentlichen Raum erkunden und sich aneignen.
  • Eigene Ideen kreativ ausdrücken und gemeinsam weiterentwickeln.
  • Erleben, dass der öffentliche Raum als demokratischer Raum gemeinsam ausgehandelt und gestaltet werden kann.
  • Soziale Kompetenzen, Teamarbeit und Selbstvertrauen stärken.
  • Neue Formen des Lernens außerhalb des klassischen Schulkontexts kennenlernen.
Gemeinde

Gemeinde

  • Die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen auf den öffentlichen Raum kennenlernen.
  • Die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Soziale Arbeit und Gemeinde stärken.
  • Öffentliche Räume als Orte für junge Menschen wahrnehmen.
  • Marginalisierte Zielgruppen für Beteiligungsprozesse gewinnen.
  • Neue Formen der aufsuchenden Beteiligung und Stadtentwicklung erproben.

Tipps

Das Projekt gemeinsam mit den Teilnehmenden entwickeln, eigene ästhetische Vorstellungen beiseitelegen und offen für neue Ideen bleiben.

Den Prozess flexibel gestalten und unerwartete Entwicklungen zulassen.

Möglichst mit Materialien arbeiten, die wieder in ihre Einzelteile zerlegt und wiederverwendet werden können.

Öffentliche Räume als Orte des Lernens, der Begegnung und der demokratischen Aushandlung verstehen.

Nicht nur Ergebnisse, sondern auch den gemeinsamen Prozess in den Mittelpunkt stellen.

Akteure zusammenbringen und in den Austausch bringen.

Methoden

  • Aufsuchende Beteiligung
  • Co-Design und Co-Kreation
  • Experimentelles Mapping (emotional, sensorisch und räumlich)
  • Künstlerische Workshops
  • Punktuelle Interventionen zur Aneignung des öffentlichen Raums

Aufwand und Ressourcen

  • Koordination zwischen Forschung, Gemeinde und sozialen Einrichtungen
  • Pädagogische und künstlerische Begleitung
  • Öffentlicher Raum als Lern- und Begegnungsort
  • Werkstatt des Centre Formida und Recyclingmaterialien des örtlichen Recyclingzentrums SIVEC für den Bau des Kiosks
  • Zeit für Workshops, Interventionen und gemeinsame Reflexion

Kontakt

Gustav Kjær Vad Nielsen

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